Etwa um das Jahr 1850 wurde
in der einschlägigen Literatur erstmalig die Maltesertaube
erwähnt.
Zum 1. Mal beschrieb Freiherr Stefan von Woshington,
in dem "Illustriertes Mustertaubenbuch" von G. Prütz
1886, ausführlich über Herkunft und Entstehung
der Maltesertaube. Oberitalien um Modena, das Gebiet des damaligen
Königreichs Österreich / Ungarn, kann als die Geburtsstätte
angesehen werden.
Zeitungsausschnitt
vom 15. März 1901
Gegen Ende des 19. Jhd. kamen die ersten
Malteser über Bayern bis hin nach Dresden / Sachsen.
Schon am 13. Januar 1906 wurde in der Hafen-Schänke,
Leipziger Str. in Dresden, der Club
Sächsischer Malteserzüchter gegründet und Adolf
Oettmeier zum l. Vorsitzenden gewählt. Von da
an stellten Malteserzüchter auf div. Schauen schon bis
zu 200 Tiere aus, Verkaufspreise von 50 - 500 Mark waren keine
Seltenheit.
Schon 1909 wurde parallel zum Malteserclub
im Nby. Rottalmünster der SV der Huhntauben-Züchter
gegründet. Hier waren alle 3. Huhntaubenrassen vertreten,
Malteser, Huhnschecken + Florentiner, l. Vorsitzender war
Zfr. Rothofer.
Dann kam der 1. Weltkrieg 1914 -18, vor und
nach dieser Zeit ruhten in ganz Deutschland die Aktivitäten
der Malteserzüchter. Es dauerte bis 1929
wo sich wiederum in Dresden, damals im Hotel "Neustädter
Hof" 10 Zfr. trafen und eine Neugründung vornahmen.
Gleichzeitig wurde eine Musterbeschreibung erstellt, die bis
auf kleine Wortänderungen, heute noch Gültigkeit
hat.
Von 1929 - 39 wechselte der Club den Vorsitzenden,
A. Oettmeier wurde durch Wilhelm Hütter
abgelöst, der wiederum durch Richard Scheibe
/ Dresden.
In der Zeit des 2. Weltkrieges 1939 - 45
gingen viele Zuchten verloren, aber auch Zfr. fielen an der
Front. 1950 war es wiederum R. Scheibe der
seine Mitglieder nach Dresden einlud. Mit 10 Mitgliedern wurde
der Neubeginn gestartet. 1953 wuchs dieser
Bestand auf 31an.
Im Jahre 1958 verstarb R. Scheibe, bis zur
Neuwahl führte Richard John / Dresden
den Vorsitz.
Wiederum in der Hafenschänke zu Dresden, fand am 12.
April 1959 die J.H.V. statt, hierbei wurde
Walter Schlegel aus Riesa zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Durch die Wirren des 2. Weltkrieges gingen zur gleichen Zeit
alle Aufzeichnungen des S.V. der
Huhntaubenzüchter in Bayern verloren.
Erst im Jahre 1960 bei einer Versammlung
in Rosenheim / Oby. wurde ein neuer Vorstand gewählt,
Otto Grasser 1. Vorsitzender. Er führte
die Geschäfte bis 1965 und wurde im gleichen Jahr durch
Walter Schlegel /Mühldorf / Inn abgelöst. Die Malteserzüchter
aus Westdeutschland fühlten sich im SV der Huhntaubenzüchter
unterprivilegiert, so dass sie anlässlich einer Nationalen
Rasse-Geflügel- schau 1964 in Frankfurt/M. den S.V. der
Maltesertauben-Züchter gründeten. Initiator war
Zfr. Richard Pufahl / Benzheim-Auerbach,
der auch den Vorsitz übernahm, allerdings nur kurz, denn
1. Jahr später verstarb Zfr. Pufahl. Ludwig Fischer
wurde zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt, dieser führte
den SV bis 1970.
Von 1970 - 76 war Karl Borger
/ Gernsheim 1. In dieser Zeit wechselten sehr viele Briefe
zwischen den beiden S.V. hier Malteser, dort Huhntauben. Nach
der Gründung 1964 meldete R. Pufahl den SV d. Malteserzüchter
sofort dem V.D.T. als neuen Verein an und
von da an wird dieser mit der SV Nr. 104
geführt.
Der SV Huhntauben hat sich erst 1967 / 68 an den V.D.T. gewandt
und wurde abgelehnt.
Begründung: Es gibt schon Spezial SV + Clubs z.B. King,
Dt. Modeneser, Modena und Malteser, bleibt also nur noch Huhnschecken
und Florentiner.
Malteserzüchter vorwiegend aus Bayern, die im SV der
Huhntauben waren, wechselten jetzt in den SV Malteser über.
Schnell stieg die Zahl der Mitglieder an, 1. Vorsitzender
K. Borger gab sein Amt ab und zum Vorsitzenden
wurde für ca. 2 Jahre Zfr. Johann Scheer
/ Ketsch gewählt.
In dieser Zeit wurde die Gruppe Süd / Bayern
ins Leben gerufen, Vors. wurde Eugen Hartinger
/ Schwindegg.
Parallel zu dem was sich in Westdeutschland abspielte ging
selbstverständlich die Aktivität im Osten /DDR weiter.
Im Westen, ( BDRG /VDT ) im Osten ( VKSK ) hier wurde aus
dem Club Sächsischer - Malteserzüchter die „SZ
Gemeinschaft Maltesertaube“. Auch hier 2 Gruppen, zum
einen Dresden, zum anderen Gruppe Altenburg, mit dem 1. Vors.
Edgar Kunze, dessen Nachfolger wurde 1987
Zfr. Werner Hanke / Scheerau.
Schon 1977 wurde im Westen unseres Vaterlandes, Alfons
Finkernagel / Dietzenbach zum neuen 1. Vors. gewählt.
Er führte die Geschäfte 26 Jahre und in seiner Zeit
fielen große Ereignisse an, so z.B. 1989 „25 Jahre
SV Malteser“ Nationale Nürnberg, bis dahin größte
Schau der Welt.
Gleichzeitig nach dem historischen Mauerfall, zum ersten mal
Züchtertreffen aus Ost + West. Wir Malteser- züchter
mitten drin an unserem Stand („25 Jahre SV Maltesertauben
- Züchter").
Erste Kontakte wurden geknüpft mit den Zfr. aus dem Osten.
Schon 1 Jahr später bei unserer Sommer- tagung, in Freigericht
/ Horbach, haben wir als einer der ersten SV zusammengeführt
was zusammen gehört.
Einstimmig wurde der „Club der Maltesertauben
– Züchter - Deutschlands, gegr. 1906 in Dresden“
neu formiert.
Jetzt gibt's nur noch einen Club, allerdings mit 3 Gruppen:
Ost, West und Süd. Im Jahr 1991, anlässlich der
Nationalen in Ffm. durften wir um die Goldene Taube kämpfen.
Unser Club hatte die Ehre und wurde aus- erkoren. Erringer
war der Zfr. Franz Mitterer. Ein Highlight der ganz besonderen
Art, war die 1. Europaschau für Malteser 1999.
835 Tiere wurden von 6 Nationen in Aidenbach /Nby. ausgestellt.
2002 anlässlich der Nationalen in Erfurt,
der Höhepunkt in der Clubgeschichte, Siegerring-Wettbewerb,
einmalig und unvergessen was hier geleistet wurde.
1. Sieger auf Blau m. schw. Bi., Josef Meisinger / Aidenbach
/ Nby.
2. Sieger auf Gelb, Xaver Wintersberger / Reisbach / Nby.
3. Sieger auf Weiß, unser unvergessener Zfr. Horst Knickmann
Nicht vergessen, die 24 Sommertagungen mit JHV.
Jedes Jahr in einem anderen Ort in Deutschland, sogar einmal
in Holland. Seit 2003 führt nun als
1. Vors., Xaver Wintersberger / Reisbach
/Nby. die Geschicke des Clubs, getreu nach dem Motto, „Was
du ererbst von deinen Vätern, erhalte es um es zu besitzen“.
Die Chronik wurde erstellt von Alfons Finkernagel, Ehrenvorstand
im Club
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